Neue Datenschutzrichtlinien

Liebe Gemeindemitglieder,

inzwischen haben wir Sie bei den Abkündigungen im Gottesdienst, im Gemeindebrief und auch einmal per E-mail darüber informiert, dass wir aufgrund des neuen Datenschutzgesetzes ohne Ihre Einwilligung Ihnen keine E-mails oder auch Briefe schicken dürfen.

Einige haben mit der Anmeldung zum Newsletter diese Einwilligung gegeben.

Da sich aber nicht alle Gemeindemitglieder bisher zum Newsletter angemeldet haben, habe ich bei der Datenschutzbeauftragten der EKD angefragt, wie wir unsere nicht angemeldeten Gemeindemitglieder dennoch über wichtige gemeindliche Ereignisse informieren können.

Das Antwortschreiben der Datenschutzbeauftragten der EKD gebe ich Ihnen hier im Wortlaut weiter:

Sehr geehrte Frau Balser,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich können Sie E-Mails an E-Mail-Verteiler versenden, allerdings nur mit der sog. „bcc“-Funktion und wenn eine Einwilligung vorliegt.

Überdies ist es aber notwendig von den betroffenen Personen (ihren Gemeindemitgliedern) im Zuge der Zusammenstellung der Liste von E-Mail-Adressen eine Einwilligung einzuholen, denn wer nicht zum Newsletter angemeldet ist, darf nur per E-Mail nach vorheriger Einwilligung angeschrieben werden. Von Personen, die bereits den Newsletter abonniert haben, muss keine Einwilligung eingeholt werden, da im Rahmen der Anmeldung zum Newsletter von einer Einwilligung ausgegangen werden kann.

Eine Einwilligung muss gemäß § 11 i. V. m. § 4 Nr. 13 EKD-Datenschutzgesetz (DSG-EKD) folgende Anforderungen erfüllen:

1. Sie muss freiwillig abgegeben werden, d.h. ohne Zwang.

2. Sie muss konkret formuliert sein, d.h. sie muss sowohl die Daten die verarbeitet werden sollen als auch die Zwecke der Datenverarbeitung benennen, vgl. § 5 Abs. 1 Nr. 2 und § 6 Nr. 2 DSG-EKD.

3. Sie muss in informierter Weise abgegeben werden, d.h. auf Grundlage einer hinreichenden Vorab-Information der verantwortlichen Stelle.

4. Sie muss unmissverständlich bzw. eindeutig formuliert sein. Bei der Einwilligung besteht zwar kein gesetzlicher Formzwang. Eine mündliche oder auch elektronische Erklärung genügt grundsätzlich ebenso wie eine sonstige eindeutige bestätigende Handlung. Es ist allerdings sehr zu empfehlen, die Einwilligung schriftlich einzuholen. Hintergrund dieser Empfehlung ist die in § 5 Abs. 2 DSG-EKD geregelte Nachweispflicht verantwortlicher Stellen, die für den Fall von Einwilligungen durch § 11 Abs. 1 DSG-EKD weiter konkretisiert wird.  Bitte beachten Sie auch, dass die betroffene Person vor Abgabe der Einwilligung auf die jederzeitige Möglichkeit des Widerrufs hinzuweisen ist, vgl. § 11 Abs. 2 S. 2 DSG-EKD.

Wenn keine Einwilligung zur Nutzung der E-Mail-Adresse für die Verbreitung von Informationen vorliegt, können Sie diese Gemeindemitglieder ausschließlich über die allgemeine Plattform der Webseite (z. B. Aktuelles) erreichen.

Soweit die Antwort aus Hannover!

Wenn Sie zeitnah und persönlich informiert werden möchten, bitten wir Sie, uns per mail oder mündlich Ihre Einwilligung zu geben, dass wir dies tun dürfen – oder Sie melden sich hier zum Newsletter an. Wenn Sie dies nicht möchten, bitten wir Sie öfters unter der Rubrik Aktuelles nachzuschauen.

Der Kirchenvorstand der Ev. Andreasgemeinde Malta